Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft packt den Nationalen Aktionsplan Integration an – denn der ländliche Raum zeigt, wie Integration funktioniert

Unlängst bezeichnete Bundesministerin Julia Klöckner die ländlichen Regionen als „Kraftzentren“ der Bundesrepublik Deutschland. Denn hier entwickeln engagierte Bürgerinnen und Bürger Antworten auf wichtige Fragen rund um Wirtschaft, Gesellschaft und Natur. Diese Kraft soll dazu beitragen, die erfolgreiche Integration von Einwanderinnen und Einwanderern im ländlichen Raum voranzutreiben und gleichzeitig den eigenen Standort attraktiver zu machen, um Abwanderung entgegenzuwirken. Integration gelingt dann, wenn von ihr alle profitieren: Migrantinnen und Migranten, die eine neue Heimat finden, genauso wie die alteingesessene Bevölkerung von oft schrumpfenden Gemeinden, deren Heimat nicht verwaist.

Kleinstädte als Motor der Integration

Dass auch Kleinstädte kosmopolitisch sein können, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft schon lange erkannt. Es hat daher die Initiative des Nationalen Aktionsplans Integration zum Anlass genommen, mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder und kommunaler Spitzenverbände sowie mit Migrantenorganisationen im Rahmen des Themenforums „Besondere Herausforderungen in ländlichen Räumen“ in den Dialog zu treten – um Deutschlands ländliche Regionen für die Zukunft gut aufzustellen und fit zu machen.

Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

In einem ersten Workshop im August 2019 diskutierten Expertinnen und Experten die Themen Sprache, Mobilität, Digitalisierung, Arbeit und Engagement auf dem Land. So war einer der wichtigsten Schlüsse des Workshops, dass die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auf dem Land ein Schwerpunkt der Politik für ländliche Entwicklung sein muss. Denn hier kommt es vor allem darauf an, dass es vor Ort Menschen gibt, die sich engagieren, Ideen entwickeln und andere zum Mitmachen motivieren.

Von Integration können alle profitieren

Welche Entwicklungschancen Migration und der ländliche Raum sich gegenseitig bieten, zeigt eindrucksvoll das Beispiel der zwölfjährigen Nour, die 2015 mit ihrer Familie aus Damaskus ins brandenburgische Golzow kam. Sie schloss die Grundschule in nur vier Jahren statt den üblichen sechs ab, spricht fließend Deutsch und engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr Golzow. Ursprünglich setzte sich der ehrenamtliche Bürgermeister Frank Schütz für den Umzug von Nours und weiteren Familien nach Golzow ein, weil er sonst aufgrund zu weniger Kinder die Grundschule Golzow schlicht hätte komplett schließen müssen. So konnte in Golzow eine neue Heimat für die Familien geschaffen werden, während die Gemeinde von der Integration der Zugezogenen direkt profitiert. 

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