Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Deutschland ist ein buntes, facettenreiches Land: Hier leben viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten. Doch noch immer kommt es vor, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft rassistisch diskriminiert werden, zum Beispiel in den Bereichen Arbeit, Bildung und Wohnen.  

Antidiskriminierung für eine vielfältige Gesellschaft

Die Bundesregierung setzt Diskriminierungen etwas entgegen. Unter Leitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes diskutieren hierfür Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft wirksame Maßnahmen gegen Diskriminierung und Unterstützungsangebote für Betroffene. Im Juni 2019 kamen dazu Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Migrantenorganisationen in der Auftaktveranstaltung des Themenforums „Antidiskriminierung und Maßnahmen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ des Nationalen Aktionsplans Integration zusammen, um über Demokratiebildung, Empowerment, Unterstützungsangebote und Vernetzungsmöglichkeiten von Migrantenorganisationen zu diskutieren.

Vernetzung für den effektiven Schutz von Betroffenen

In mehreren Runden diskutierten die Teilnehmenden ihre Ideen zu aktuellen Herausforderungen von Antidiskriminierungsarbeit und zu zentralen Handlungsfeldern und Aufgaben des Nationalen Aktionsplans Integration. Dabei wurde deutlich, dass sich Migrantenorganisationen vermehrt Angriffen ausgesetzt sehen und in manchen Regionen Unterstützungsangebote für Betroffenen fehlen. Daher ist eine stärkere Vernetzung von und mit Migrantenorganisationen dringend erforderlich. Denn diese bringen viel Wissen mit, auf dem die Bundesregierung und alle Beteiligten in ihrer Arbeit im Themenforum aufbauen können – um gemeinsam erfolgreich zu handeln.

Schutz und aktive Teilhabe fördern

Auf der Auftaktveranstaltung wurden fünf zentrale Bereiche herausgearbeitet, die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration in Angriff genommen werden sollen. Im Zentrum stehen das Empowerment von Betroffenen und die Stärkung von Migrantenorganisationen, die Sensibilisierung der gesamten Gesellschaft, die Verbesserung des rechtlichen Diskriminierungsschutzes, der Ausbau von Beratungsstrukturen und die Förderung von Teilhabe und Chancengleichheit. Denn alle Menschen in Deutschland verdienen Schutz vor Diskriminierung und die Möglichkeit, aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben. Dafür setzt sich die Bundesregierung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Zivilgesellschaft ein – für ein gemeinschaftliches Zusammenleben ohne Anfeindungen und Rassismus.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend